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Jubel in den Südstaaten

Česko

Die deutschen Elite-Unis stehen in Bayern und Baden-Württemberg

Es ist ein guter, ein sonniger Tag für die deutsche Wissenschaft. Monatelang haben die deutschen Universitäten an Konzepten gefeilt, Allianzen geschmiedet, sich in Antragsprosa geschult, denn der akademische Wettbewerbsgedanke ist in Deutschland bisher nur schwach ausgeprägt. Also versuchten sie alles, um die eigenen Forschungsleistungen im günstigsten Licht erscheinen zu lassen und die internationale Gutachterschar zu beeindrucken. Die Verlierer: Jetzt erst recht! Drei Förderlinien sieht die Exzellenzinitiative vor, 1,9 Milliarden Euro stehen dafür insgesamt zur Verfügung. Sechs der acht Finalisten können als „Spitzenuniversitäten“ viel Geld für die Forschung abräumen - je 21 Millionen Euro, und das fünf Jahre lang. Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) tagten zunächst zusammen, aber ohne Politiker. Ihr Votum: Den Universitäten in Aachen, Heidelberg und Konstanz wollten sie grünes Licht geben; Freiburg und die FU Berlin wurden als Wackelkandidaten eingestuft; für Bochum, die HumboldtUni Berlin und auch Göttingen stand die Ampel auf Rot. Am Ende allerdings einigten sich Wissenschaftler und Wissenschaftsminister auf einen Sixpack. Vor allem Göttingen und Berlin konnten auf den letzten Metern frohlocken - die Hauptstadt war 2006 leer ausgegangen, dieses Fiasko sollte sich diesmal nicht wiederholen. Bei den Gewinnern brandete sofort Jubel auf, als die Ergebnisse inoffiziell durchsickerten: Man klopfte sich selbst und den Rivalen auf die Schultern, sammelte Lob von begeisterten Wissenschaftsministern ein und öffnete die Sektflaschen - der Konstanzer Rektor Gerhart von Graevenitz etwa konnte auf den sicherheitshalber im Kühlschrank geparkten Magenbitter verzichten.

Naturgemäss leicht geknickt reagierten die Verlierer-Hochschulen. „Natürlich sind wir traurig“, sagte Christoph Markschies, Präsident der HU Berlin. „Aber wir sind gleichzeitig überzeugt, dass unser Zukunftskonzept richtig ist und haben vor, es dennoch umzusetzen“, dann eben mit weniger Geld. Für die Ruhr-Uni Bochum war das Scheitern unter den besten Acht keine grosse Überraschung. Sie hatte mit dem AussenseiterImage kokettiert. „Wir wussten, dass unsere Chancen nicht so gross sind“, sagte Rektor Elmar Weiler, „was genau fehlte, wissen wir noch nicht. Aber wir wollen daraus lernen.“

Für die sechs jubelnden Gewinner beginnen nach Monaten der Vorbereitung jetzt die Mühen der Umsetzung ihrer Zukunftskonzepte. Für den Fall des Triumphs hatte die Universität Freiburg vorgebaut und sich also „proaktiv“, wie es auf Neudeutsch mitunter heisst, die zu den Elite-Ambitionen passende Internet-Adresse gesichert: Wer eingibt, landet ab sofort auf der Homepage der Albert-Ludwigs-Universität -mindestens das hat Freiburg den anderen Hochschulen voraus.

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